Diese Jobs sterben in 5 Jahren

Marcus Hutters zentrale These lautet, dass KI das historische Muster durchbrechen könnte, nach dem Technik zwar Berufe verdrängt, aber neue schafft, weil auch neu entstehende digitale Tätigkeiten fast sofort automatisiert werden könnten. Er schätzt, dass KI technologisch innerhalb von zwei bis fünf Jahren praktisch alle Bürojobs übernehmen könnte, während körperliche Arbeit vor allem deshalb länger bestehen dürfte, weil die Robotik noch aufholen muss.

Massenarbeitslosigkeit wäre für ihn deshalb weniger eine Produktionskrise als eine Verteilungskrise: Maschinen könnten weiter Güter herstellen, während Millionen Menschen das Arbeitseinkommen verlieren, mit dem sie diese Güter kaufen. Als politische Brücke schlägt er unter anderem ein durch Automatisierung finanziertes Grundeinkommen vor, das Kaufkraft erhält und Produktivitätsgewinne sowie sinkende Kosten breiter verteilt.

Hutter stellt außerdem das Ziel der Vollbeschäftigung infrage und argumentiert, dass Sinn und Status auch über Familie, Lernen, Sport, Handwerk und andere Tätigkeiten entstehen können, wenn Erwerbsarbeit an Bedeutung verliert. Die tiefere Warnung lautet, dass dieses positive Szenario nicht von selbst entsteht: Ohne rechtzeitige Umverteilung, demokratische Sicherungen und funktionierende Kontrolle fortgeschrittener KI könnte dieselbe Technologie statt Überfluss soziale Instabilität und konzentrierte Macht hervorbringen.

Source: YouTube @everlastai